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Die Drucker-Installation mit CUPS
Diese Seite beschreibt nur die Installation lokaler Drucker
Für die Installation von Netzwerkdruckern sollten Sie danach hier weiterlesen.
Beide Seiten bauen jedoch aufeinander auf.
Aufgrund der unerwartet starken
Resonanz nach der Veröffentlichung der
Debian-Installationsseite
und der
Partitionierer-Seite entstand eine
Nachfrage nach einer
screenshotgestützten Anleitung zur Drucker-Installation
mittels
CUPSund
einer eben solchen Anleitung für die Nachinstallation des
properitären Treiber für
NVIDIA-Grafikkarten.
Während
letzteres hauptsächlich textbasiert, trotzdem aber hoffentlich
verständlich erfolgen wird, versuche ich hier
nun
erstmal meine Erfahrungen bei der Installation von CUPS-Druckern
darzulegen. Deshalb beziehen sich die Screenshots zur
Drucker-Installation
ausschließlich
auf die von mir bevorzugte
Methode. Wie überall im Linux gibt es für eine
Lösung
zig verschiedene Lösungswege, die allesamt deshalb richtig
sind,
weil sie gleichermaßen zum Ziel führen.
Ich bevorzuge CUPS aufgrund seiner hervorragenden
Druckqualität.
Die im CUPS verfügbaren Treiber erzeugen Ausdrucke, die selbst
denen der Windows-Photodrucker nicht nachstehen.
Bitte
beachten Sie auch, dass ausschließlich KDE benutze, was dann
wohl
auch heißt, dass diese Anleitung in anderen
Desktop-Oberflächen u.U. so nicht nachvollziehbar ist. Die
Einrichtungshilfen anderer Oberflächen kenne ich nicht und
habe
sie auch mangels Bedarf noch nie benutzt. Es tut mir leid, ich kann
aber sicher GNOME-Benutzern oder xfce-Benutzern nur wenig hilfreich
sein. Es liegt mir aber nicht, über Dinge klug zu gackern, von
denen ich nichts verstehe. Würde ich versuchen die
Installation
für GNOME o.a. darzustellen, ware das aber so.
Ich verwende derzeit
zwei
HP-Drucker:
Hewlett-Packard PSC 1100
ein kleines und gutes Kombigerät als Drucker, Kopierer und
Scanner
Hewlett-Packard Photosmart 130, ein sehr schneller und kleiner Drucker
für Fotos 10x15 cm
(grössere Ausdrucke betrachte ich für mich als teure
Tintenverschwendung, weil das professionelle Dienste besser und vor
allem preiswerter können, als jeder auf dem Markt befindliche
Drucker)
Wichtig ist vorab, dass Sie alle Programmpakete und
Treiber installiert haben, deshalb mal schnell ein Blick in Synaptic:



Die
sogenannten "Foomatic-Pakete" beinhalten exzellente Treiber, die von
solcher Qualität sind, dass inzwischen auch solche externen
Lösungen wie
turboprint
entbehrlich geworden sind. Das Paket
hpoj benötigen
Sie nur dann, wenn Ihr Drucker ein Kombigerät als
zusätzlicher Scanner ist. Das Paket
hpoj ermöglicht
Ihnen dann in Zusammenhang mit
sane-utils,
xsane und
xsane-commondie
die gleichzeitige Verwendung des integrierten Scanners, mittels Xsane
sogar die Nutzung der Kopierfunktion. Ich persönlich betrachte
diese Treiber und Pakete als einen sehr großen Fortschritt,
denn
Kombigeräte als solche voll zu nutzen, war jahrelang nur ein
Wunschtraum des armen Pinguins, der immer darauf warten musste, dass
irgendwann mal jemand einen Treiber für die Geräte
schrieb.
Die meisten Druckerhersteller stellen für Linux
grundsätzlich
keine Treiber zur Verfügung und wenn es schon mal einer tut
(so
wie Samsung für den Laserdrucker MDL-4600), dann kann man
davon
ausgehen, dass er nicht richtig funktioniert. Die Foomatic-Pakete haben
die meisten all dieser Probleme inzwischen dauerhaft gelöst.
aus
den drei Screenshots ist ersichtlich, was Sie benötigen.
Installieren Sie deshalb gegebenfalls nach, was Ihnen fehlt.
Alle Pakete sind
installiert ? Ok !
Dann machen wir uns ans Einrichten der Drucker.

Rufen Sie bitte das Kontrollzentrum auf
Angeschlossene Geräte / Drucker
unten links sehen Sie den Button "Systemverwaltungsmodus", den
betätigen Sie jetzt.
und verschaffen sich mittels Root-Passwort Admin-Rechte, denn ohne die
geht nichts und sind dann wieder im vorherigen Bild, diesmal aber eben
mit
Root-Rechten

oben ganz links Drucker hinzufügen
es öffnet sich der Drucker-Assistent, der Sie durch das
Einrichten Ihrer Drucker führen wird
lokalen Drucker einrichten


das
System sucht dann Ihre angeschlossenen (
und bitte beim Booten des
Rechners bereits angeschalteten!) Drucker.
Im ersten Bild sehen die
erste Anschlussmöglichkeit, das allgemein normale, wenn Sie
z.B.
hpoj nicht installiert haben, weil Ihr Drucker vielleicht kein
Kombigerät ist. Im
zweiten Bild sind die Anschlüsse zu sehen, die hpoj
bereitstellt,
die Sie benutzen müssen, wenn Sie gleichzeitig einen Scanner
in
Ihrem Drucker haben.
wir verfolgen das jetzt weiter am Beispiel des Kombidruckers, er wird
also markiert, d.h. ausgewählt

danach rödelt das System los und liest die Treiberdatenbank.
Bei
mir ging das so schnell, dass ich leider von dem Fortschrittsbalken
keinen
Screenshot hinbekam. Das Ergebnis ist eine Darstellung aller Treiber,
Sie wählen links die Firma - hier HP - aus und rechts die
Typenbezeichnung des Gerätes - hier PSC-1100

danach stellen Sie die Feinwerte für Ihren Drucker ein. So
z.B.
A4 als
Papierformat, denn wir sind in Deutschland. Der Wert steht default auf
dem us-amerikanischen "Letter". Zumindest beim Textdrucker sollten Sie
die Auflösung so belassen, wie sie ist. Stellen Sie zu hohe
Auflösungen ein, dann braucht der Drucker selbst für
eine
Textseite mehre Minuten. Zu Ihrer Beruhigung sei aber gesagt, dass die
default-Einstellung ca. 600dpi ist und die Briefe und
Briefköpfe
sehr gut aussehen.

dann kommt es zum Testausdruck. Machen Sie aber wirklich nur das, was
das System Ihnen sagt und warten Sie geduldig, bis das Papier vom
Drucker ausgeworfen wird. Macht man das nicht, habe ich jedesmal
bemerkt, führt das zu solcherart Störungen, dass man
die gesamte
Installation wieder von vorn beginnen kann, weil nichts mehr reagiert.
Warum, das entzieht sich meiner Kenntnis.

in die beiden nebenstehenden Abfragen brauchen Sie
normalerweise
nichts einzutragen

Hier können Sie als Nächstes Festlegungen treffen, wer mit
dem Gerät drucken darf und wer nicht. Wenn Sie die obere Zeile
ausklappen, werden Sie sehen, dass es viele Möglichkeiten gibt,
damit Verwirrung zu stiften. Arbeiten Sie selbst allein an Ihrem
Rechner und nicht im Netzwerk mit anderen Usern, tragen Sie am
besten hier gar nichts ein. Im Netzwerk sollten Sie sich diesen Bereich
eventuell bei Bedarf genauer ansehen.

Zuletzt
ist es lebensnotwendig, dass Sie dem Drucker eine Bezeichnung einen
Namen geben. Nicht deshalb, damit er sich besser fühlt,
sondern
einzig allein deshalb, damit Sie ihn im Dialog "Drucken" in den
Anwendungen überhaupt finden und ansteuern können.
Nennen wir
den Drucker, der für unsere Briefe und Texte installiert wurde
"textprinter" und Sie werden dann im OpenOffice oder allen anderen
Anwendungen den Drucker mit Namen "textprinter" finden und für
den
Ausdruck auswählen können.

Zuletzt zeigt Ihnen das System als Bestätigung an, was Sie
alles
mit diesem Drucker eingestellt haben und wie und unter welcher
Bezeichnung, er Ihnen fortan zur Verfügung stehen wird. Mit
dem
Button "Abschließen" bestätigen Sie diese
Einstellungen und
der Drucker ist installiert und kann eingesetzt werden.
Bei dem
Fotodrucker sieht das
Ganze genauso aus, wie bisher beschrieben, so dass sich das erneute
Aufrufen aller Screenshots erübrigt. Es sollen deshalb nur die
abweichenden Stellen beschrieben sein:

Wenn das System erneut die Druckerdatenbanl durchsucht hat und Ihnen
die Auswahl anzeigt, wählen Sie auf der linken Seite wieder
den
Hersteller - hier wieder
HP
- aus und auf der rechten Seite den Drucker - hier jetzt
Photosmart 130.

abweichend
vom vorigen Drucker findet das System hier mehrere Treiber und
empfiehlt einen zur Auswahl. Welcher letztendlich der richtige ist,
muss probiert werden, denn das hängt sehr stark von der
Papiersorte ab, die man verwendet. Der Gimp-Treiber, von dem man
eigentlich erwartet, dass er für Bilder das ultimative sein
müsste, erwies sich bei mir auf
HP-Standart-Photopapier
semi-glossy als
der schlechteste von allen dreien. Ein sehr deutlichen Unterschied fand
ich dann zwischen den beiden verbleibenden sehr guten Treibern
allerdings nicht mehr. Ich habe mich letztendlich dann für
hpijs-rss entschieden.

bei der Einstellung der Druckeigenschaften sieht das auch etwas anders
aus. Meine Empfehlung
Photo
und natürlich die höchste einstellbare
Auflösung
1200
dpi danach
kommt wieder der Testdruck. Eines muss man aber wissen,
das Testbild
ist leider kein Foto,
es sieht immer schön aus, egal wie falsch der
Treiber ist, den Sie gewählt haben. Sparen Sie sich deshalb
einfach die Tinte für den Testdruck und überspringen
Sie
diesen erst einmal. Da es sich um eine Strichzeichnung und Text
handelt, sieht das
natürlich mit 1200 dpi immer vorzüglich aus, ist aber
für die
Beurteilung der Qualität des zünftigen Fotodruckes
sinnlos.
Das Testbild ist nämlich haargenau das gleiche Bild, dass Sie eben
schon beim
Textdrucker gesehen haben, jetzt aber in 1200 dpi Auflösung. Ob
Ihre Wahl wirklich richtig war, sehen Sie aber erst, wenn Sie am Ende
wirklich ein Foto drucken. Wählen Sie dazu ein Foto mit hellen
Pastellfarben aus, wenig Schwarz, wenig Dunkelbraun, wenig Dunkelblau -
denn das verschwendet alles wahnsnnig viel Tinte. Auch können
Sie
an zartfarbenen Fotos mit feinen Strukturen viel besser erkennen, ob
der Treiber stimmt oder nicht. Allerdings, eine kleine geschlossene
dunkle
Fläche auf dem Bild sollten Sie trotzdem haben, um zu
erkennen, ob
der Drucker streifig druckt oder die Fläche gleichmässig
ausdeckt. Zur Begutachtung des Bildes sollten Sie nach dessen
Austrocknen ruhig auch mal eine Lupe zur Hand nehmen. Unter
Umständen müssen Sie dann den Treiber
oder
die Eigenschaften ändern. Letzteres kann man
Druckdialog
sehr einfach nachträglich, eine Neuinstallation des Druckers ist
dann nicht
erforderlich. Wollen Sie aber den Treiber wechseln, bleibt Ihnen eine
neue Runde, wie eben beschrieben, nicht erspart.

Der weitere Verlauf ist identisch mit dem schon beschriebenen bei der
Installation des Textdruckers


Ihre erfolgreichen Bemühungen werden dann sichtbar, indem Sie
im
Kontrollzentrum Ihre installierten Drucker wiederfinden und
später
dann beim Druck - wie hier im Druckdialog von Open-Office-2.0 - beide
Drucker zur Auswahl stehen. Um nicht jedesmal die Auswahl aufklicken zu
müssen, ist im Kontrollzentrum der Textprinter zum
Standartdrucker
gemacht worden, was am Fettdruck des Druckernamens sichtbar ist. So wie
hier beschrieben, wird der erstinstallierte Drucker automatisch zum
Standartdrucker. Sie müssen das nur verändern, wenn
Sie
später einem der nachinstallierten Drucker den Ritterschlag zum
Standartdrucker verpassen wollen. Das bedeutet, dass alle Anwendungen
von vornherein
diesen Drucker verwenden, wenn Sie nicht explizit den Fotodrucker als
Alternative auswählen. Damit ist dann auch die Option
"Dokument
direkt drucken" problemlos verwendbar, ohne dass man
befürchten
muss, dass das System beginnen könnte, Texte auf dem
Fotodrucker
auszugeben.

Und das Schönste vom Ganzen - dank hpoj hat sich gleichzeitig
der integrierte Scanner verwendungsfähig mitinstalliert und
kann sowohl einzeln mit xsane oder auch als integrierte Anwendung aus
GIMP oder OpenOffice u.v.a. heraus aufgerufen und verwendet werden. Wer
sich noch an die Zeiten zurück erinnern kann, als die
Installation eines Scanners im Linux noch ein steiniges Hindernisrennen
war und nicht wenigte aufsteckten, der weiß auch diesen
Fortschritt zu schätzen. Links sehen Sie, dass xsane den
Scanner ordentlich als solchen erkannt hat. Dass die Fernsehkarte immer
als angeblicher Scanner mit dabei ist, ist ein Nebeneffekt, mit dem man
leben muss. Er ist aber nicht weiter schädlich. Man sollte nur
aufpassen, dass tatsächlich als primäres Scannergerät
der wirkliche Scanner vom System benutzt wird. Ich habe
verschiedentlich schon erlebt, dass die Fernsehkarten es immer wieder
verstanden, sich penetrant in xsane auf die erste Stelle zu platzieren
und es dann lästig wurde, den Scanneraufruf jedesmal korrigieren
zu müssen. Das Kombigerät PSC-1100 ist bei mir auch das erste
Gerät, das vermochte, die Fernsehkarte auf den zweiten Platz zu
verdrängen. Als ich vor Jahren noch mit einem separaten
USB-Scanner Mustek UP-2400 scannte, stand der immer hinten und wenn ich
es verpasste, dann scannte GIMP u.U. mal das aktuelle Fernsehprogramm .
. .
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